Mechanische Merkblätter für Privatwagen

Positive Train Control (PTC) – Notwendige Informationen

Amtrak ist von der Federal Railroad Administration (FRA) dazu verpflichtet, Positive Train Control (PTC) in den Lokomotiven zu installieren. Deswegen wurde PTC am 1/1/16 aktiviert und erfordert von Amtrak die Speicherung der folgenden Daten im Reservierungssystem für alle Privatwagen: Länge, Höhe, Breite, Anzahl der Achsen, Gewicht jedes Waggons, Maximalgeschwindigkeit und Art der Bremsen jedes Waggons. Viele dieser Informationen wurden bereits erfasst, aber weitere Informationen, wie das Gewicht der Wagen, werden noch benötigt. Privatwagenbesitzer werden kontaktiert, um die erforderlichen Informationen zu vervollständigen. Um Privatwagen an Amtrak-Züge anzuschließen, müssen diese Daten im Reservierungssystem hinterlegt werden.

Betankung von Privatwagen

Muss ein Privatwagen mit einem Erdölprodukt (Diesel oder Treiböl) betankt werden, kann der Eigentümer/Betreiber dazu entweder einen Lieferanten beauftragen, der die Betankungsrichtlinien von Amtrak erfüllt, oder einen Lieferanten, der bereits bei Amtrak unter Vertrag steht; Privatwagenbesitzer müssen jedoch ihre eigene Zahlungsvereinbarung mit dem Lieferanten treffen. Mitarbeiter von Amtrak dürfen Privatwagen nicht betanken.

Amtrak muss vor dem Betankungsvorgang benachrichtigt werden. Dies umfasst Informationen wie den geplanten Ort für die Treibstofflieferung, den Namen des Treibstofflieferantens sowie eines Vertragslieferanten von Amtrak und eine Bestätigung, dass der alternative Treibstoff die im nächsten Abschnitt angegebenen Richtlinien von Amtrak erfüllt.

Treibstofflieferanten haben die nötigen Vorkehrungen zur Vermeidung von Austritten während des Betankungsvorgangs des Privatwagens zu treffen. Privatwagen dürfen nur in ausgewiesenen Bereichen und, wenn möglich, unter Verwendung von Auffangschalen oder Kettenpolstern betankt werden. In der Nähe von Kanaldeckeln oder offenen Wasserkanälen ohne Auffangeinrichtungen darf keine Betankung vorgenommen werden. Der Besitzer/Betreiber des Privatwagens ist außerdem für die Reinigung übergelaufenen Treibstoffs verantwortlich und muss Amtrak sowie entsprechende regionale, staatliche oder bundesstaatliche Umweltbehörden darüber informieren.

Treibstofflieferanten sind zur Mitführung und Nutzung des folgenden Zubehörs verpflichtet:

  • geeigneter Treibstofftrichter
  • Eimer mit einem Fassungsvermögen von fünf Gallonen oder Sammelbehälter
  • ölabsorbierende Materialien
  • kompatibles Lieferzubehör, einschließlich Anschlussteile und Adapter

Die für den Privatwagen verantwortliche Person sollte bei Betankung durch einen Lieferanten anwesend sein, um die Einhaltung der Richtlinien sicherzustellen.

Während der Betankung eines Privatwagens muss der Lieferant den Tankfüllstand vorab überprüfen, den Vorgang fortwährend überwachen, den Tank nicht nachfüllen und sicherstellen, dass das Zubehör und das Auffangmaterial griffbereit ist. Der Lieferant hat seine Mitarbeiter zu ordnungsgemäßen Betankungstechniken für Privatwagen zu schulen. Dazu kann das Amtrak-Schulungsvideo „Amtrak's Proper Locomotive Fueling Techniques“ genutzt werden.

Im Falle eines Ölflecks muss der Lieferant die Betankung sofort unterbrechen, das Auffangzubehör zur Beseitigung nutzen und umgehend den Privatwageninhaber/-betreiber sowie Amtrak-Mitarbeiter vor Ort informieren. Anschließend wird die Reinigung fortgeführt und kontaminierter Grund, Abfall oder andere Materialien von einem lizensierten Entsorgungsunternehmen entsorgt.

Anforderungen an die Verglasung

Die FRA hat die Verglasungsvorschriften für gegen Entgelt genutzte Passagierfahrzeuge aktualisiert.

Falls Sie Ihr Privatfahrzeug bei einem Amtrak-Zug einsetzen und öffentliche Fahrgäste befördern (nicht die Familie oder persönlich eingeladene Gäste) gilt das Fahrzeug nicht länger als „privates Transportmittel“ und muss den Bestimmungen der 49 CFR Part 229.3(c)(1) entsprechen. Typ-I- und II-Verglasungen sind nicht erforderlich, wenn Ihr Fahrzeug älter ist als 50 Jahre; falls es jedoch nach 1945 gebaut wurde, muss es mindestens vier Notausstiegsfenster haben (bevorzugt in abgestufter Konfiguration), die so beschaffen sind, dass sie sich vom Inneren des Fahrzeugs aus im Notfall schnell und leicht entfernen lassen.

Notausstiegsfenster mit Typ-II-Verglasung müssen, wenn sie installiert wurden, so beschaffen sein, dass sie sich vom Inneren des Fahrzeugs aus im Notfall schnell und leicht entfernen lassen, ohne dass dafür Werkzeug oder anderes notwendig ist; oder Sie müssen ein Sicherheitsglas verwenden, das mit einem Werkzeug, wie es Feuerwehrleute bei Auto-Windschutzscheiben verwenden, zerschlagen werden kann. Das Werkzeug (und die Notausstiegsfenster) müssen deutlich gekennzeichnet und mit einer Gebrauchsanleitung versehen sein.

Bei einem Verstoß gegen diese Auflagen werden der Eigentümer des Fahrzeugs und Amtrak gleichermaßen zur Verantwortung gezogen, sollte die FRA hier Ausnahmen machen.